Inhalte der projekt REGION BRAUNSCHWEIG GMBH
Titelbild projekt REGION BRAUNSCHWEIG GMBH
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Stdte und Landkreise in der REGION
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PAMIR SON verbessert Fhigkeiten junger Zuwanderer

Im Rahmen des Projektes Arbeitsmarktintegration von Migrantinnen und Migranten in der Region SdOstNiedersachsen (PAMIR-SON, Trger: projekt REGION BRAUNSCHWEIG GMBH) hat der Fachbereich Kinder, Jugend und Familie, Abteilung Jugendfrderung, ein Teilprojekt zur Profilentwicklung jugendlicher Migrantinnen und Migranten fr die Arbeitsplatzintegration entwickelt. Finanziert wird ber Mittel des Europischen Sozialfonds und des Bundesministeriums fr Arbeit und Soziales. Das Projekt luft ab dem Schuljahr 2005/2006 bis Ende 2007.

Absicht des Teilprojektes ist, Jugendliche mit Migrationshintergrund in ihrer Berufswahl und somit ihrer Lebensplanung zu begleiten und zu untersttzen. Sie werden nach ihren Neigungen und Fhigkeiten auf eine Ausbildung vorbereitet. Dabei werden einerseits die sozialen und kognitiven Fhigkeiten gefrdert, anderseits auch Kontakte zu Ausbildungsbetrieben hergestellt - durch Praktika, Praxistage, Hospitationen, Kenntnis unterschiedlichster Berufsbilder und ihrer Anforderungen. So wird das Bewerberprofil der Jugendlichen gem dem Anforderungsprofil der Betriebe geschrft.

Das Angebot richtet sich an Jugendliche, die in den letzten beiden Schuljahren vor Ausbildungsbeginn bereit sind, in ihrer Freizeit am Projekt regelmig teilzunehmen. Das schliet auch Betriebspraktika whrend der Ferienzeiten ein. Die Eltern der Jugendlichen sind in diesen Prozess eng eingebunden und sollen die Bemhungen ihrer Kinder untersttzen.

Abgeleitet wurde die Projektidee aus den Ergebnissen der jhrlichen Schulabgngerbefragung des Fachbereiches Kinder, Jugend und Familie. Erstmals wurden im Jahr 2002 Daten zur Herkunft der Schulabgnger und Schulabgngerinnen aus dem Sekundarbereich I der allgemein bildenden Schulen und aus den Vollzeitformen der Berufsbildenden Schulen analysiert. Aus diesen Ergebnissen lsst sich eine starke Diskrepanz zwischen dem guten Erfolg der weiblichen Migrantinnen hinsichtlich ihrer schulischen Abschlsse bzw. Schullaufbahnen und der mangelnden Eingliederung in Berufsausbildung und Arbeitswelt erkennen.

Nach der Datenlage kann besonders bei Sptaussiedlerinnen, gemessen am Schulabschluss, von einem hohen Ma an Ausbildungsfhigkeit ausgegangen werden, das sich aber nicht zahlenmig in den Ausbildungsstellen widerspiegelt: Laut Schulabgngerbefragung 2005 sind von 125 Schulabgngerinnen der allgemein bildenden Schulen aus dem Migrationsbereich nur 21 in eine Ausbildung vermittelt worden, das sind 16,8 Prozent.

Migrantinnen sind auf dem Arbeitsmarkt am strksten von Arbeitslosigkeit betroffen. Vermutete und im Trend von der Arbeitsagentur besttigte Grnde sind: gemessen an den hohen Erwartungen der Ausbildungsbetriebe zu niedrige Bildungsabschlsse herkunftsbedingte Barrieren wie traditionelles Rollenverhalten und andere Lebensentwrfe (auerhalb von beruflicher Ttigkeit) unterstellte bzw. tatschliche sprachliche Defizite als Eingangsbarriere (insbesondere im kaufmnnischen Dienstleistungsbereich) eingeschrnktes Berufswahlverhalten (noch strkere Beschrnkung auf typische Frauenberufe) regionale Beschrnkungen der Ausbildungsplatzsuche (eine Unterbringung auerhalb der Familie wird nicht in Erwgung gezogen) negative Erfahrungen auf Seiten der Ausbildungsbetriebe

Durch zustzliche Angebote, wie z. B. sprachliche Qualifikationen und die Befhigung zu hheren Bildungsabschlssen wird bisher versucht, die Zugangsvoraussetzungen zum Ausbildungs- und Arbeitsmarkt jugendlicher Migrantinnen und Migranten zu verbessern. Doch gerade Schlsselqualifikationen wie Vertrauen in eigene Strken sowie die eigenverantwortliche Lebensplanung sind Voraussetzungen fr einen erfolgreichen Einstieg in die Arbeitswelt. Der bergang von der Schule in die Berufswelt ist ein entscheidender Abschnitt im Jugendalter. Der weitere Lebensweg ist erstmals nicht nur durch den Schulbesuch oder die Schulpflicht vorbestimmt, sondern sollte von den Jugendlichen selbst geplant und gestaltet werden. Diese Wahl- und Entscheidungsmglichkeit in der Lebensplanung setzt aber ein hohes Ma an Selbststndigkeit voraus.

Das Projekt will die Jugendlichen in dieser besonderen Phase motivieren, sich mit ihrer Lebensplanung auseinander zu setzen. Initiiert wird dieser Prozess durch Betriebspraktika, das Erstellen von Strken- und Schwchenanalysen anhand von biografischen Interviews, individuellen Entwicklungsplnen sowie Angeboten zur Selbstprsentation.

Schon in der Vorbereitungsphase der eigentlichen Projektarbeit werden die Eltern informiert und in die Ziele eingebunden. So sollen sie ber qualifizierende Ausbildungsmglichkeiten informiert werden und ihre Kinder ber persnliche und emotionale Zuwendung hinaus aktiv in der Projektphase begleiten.

Von Bedeutung fr dieses Projekt wird auch die enge Kooperation mit dem Bund Trkischer - Europischer Unternehmer (BTEU) sein, die ein weiteres Teilprojekt im Gesamtverbund durchfhren und die Brcke zu auslndischen kleinen und mittelstndischen Betrieben bildet.

Der Start des Projektes erfolgte im September 2005 in der Grund- und Hauptschule Sophienstrae, die einen hohen Anteil auslndischer Schlerinnen und Schler ausweist (2005: 42,03 Prozent). Seit langem besteht eine Kooperation zwischen dem Fachbereich Kinder, Jugend und Familie und der Grund- und Hauptschule Sophienstrae in Fragen der beruflichen Orientierung. Hier konnten bereits 28 Schlerinnen und Schler sowie deren Eltern fr die Teilnahme am Projekt gewonnen werden. Neben einer Trainingsarbeit zum Betriebspraktikum der 9. Klassen im November vergangenen Jahres sind in Zusammenarbeit mit den Lehrkrften der Schule fr die Projektteilnehmerinnen und -teilnehmer Sttzangebote in den Fchern Deutsch, Mathematik und Englisch eingerichtet worden. Im nchsten Schritt ist eine Arbeitsgemeinschaft zum Thema Arbeit mit dem PC geplant.

Die projekt REGION BRAUNSCHWEIG GMBH ldt flug- und technikbegeisterte Jugendliche zu zwei Sommercamps Fliegen ein. Termine sind der 24. bis 28 Juli und der 21. bis 25. August 2006. Weitere Informationen und eine Anmeldemglichkeit gibt es hier

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