Auf dem Podium diskutierten
(v.l.n.r.) Dr. Wolfgang Steiger (Volkswagen AG), Dr.Wolfgang Wach
(Sdzucker AG), Dr. Gerhard Prtorius (projekt REGION
BRAUNSCHWEIG GMBH) und Prof. Dr.
Klaus-Dieter Vorlop (FAL).
An der gemeinsamen Veranstaltung der Bundesforschungsanstalt fr Landwirtschaft
(FAL), des Initiativkreises Neuer Wirtschaftszweig Biokraftstoffe und der
projekt REGION BRAUNSCHWEIG GMBH am 4. Mai
2006 auf dem Gelnde der FAL in Braunschweig diskutierten 70 Teilnehmer
aktuellen Strategien im Bereich Biokraftstoffe. Fr unsere Region zeichnen sich
deutliche kologische und strukturelle Effekte ab.
Dr. Wolfgang Steiger, Volkswagen AG.
Zu der Veranstaltung ist am 5. Mai in der Braunschweiger Zeitung
folgender Artikel erschienen:
VW will Bio-Kraftstoffe selbst
herstellen
Bedingung: Steuerliche Frderung
klimaschonender Treibstoffe Sdzucker verarbeitet Weizen zu
Ethanol
Von Elke Ebeling
BRAUNSCHWEIG. VW
will als erster Autokonzern alternative, umweltschonende Kraftstoffe
produzieren, wenn die Bundesregierung bei der geplanten Neuordnung der
Minerall-Steuer neue klimaneutrale und klimaschonende Kraftstoffe begnstigt.
Das sagt Dr. Wolfgang Steiger, Leiter des Forschungsfeldes Energieumwandlung
bei VW.
Die Besteuerung sollte
auf der Grundlage der Reduzierung des Treibhausgases Kohlendioxid erfolgen,
fordert Steiger bei einer Biokraftstoffe-Tagung. Dazu hatten die
Forschungsanstalt fr Landwirtschaft, der Initiativkreis Neuer Wirtschaftszweig
Biokraftstoffe und die Projekt-Region Braunschweig eingeladen. Dr. Wolfgang
Wach von der Sdzucker AG stellte zudem die Bioethanol-Anlage des Konzerns in
Zeitz vor.
Steiger schlgt sechs
Produktklassen vor vom umweltneutralen Kraftstoff BTL (Biomasse to Liquid) bis
zum am hchsten zu besteuernden, weil umweltschdlichsten Treibstoff aus
Minerall.
VW entwickelt mit Choren
im schsischen Freiberg Anlagen zur Vergasung von Biomasse zu den
Designer-Kraftstoffen Syn- und Sunfuel. Fr 2015 ist der Marktdurchbruch
geplant. Ein spezieller, verbrauchsgnstiger VW-Motor wird entwickelt. In 15
Jahren knnten 20 Prozent der fossilen Kraftstoffe ersetzt werden, so Steiger.
Angedacht ist offensichtlich der Bau einer Anlage bei Uelzen.
Sdzucker hat sich bei
der Bioethanol-Produktion fr Weizen als Rohstoff entschieden. Erreiche die 200
Millionen Euro teure Anlage ihre Nennleistung, arbeite sie mit Gewinn, sagt
Wach.
Aus 700 000 Tonnen
Weizen werden 260 000 Kubikmeter Bioethanol. Zudem fallen 260 000 Tonnen Eiwei
als Futtermittel an. "Mit einer thermischen Nutzung wre die Anlage
primrenergie-autark. Das ist technologisch kein Problem", versichert Wach. Die
Sdzucker plane weitere Bioethanol-Anlagen in sterreich und in Dormagen am
Niederrhein.
Freitag, 05.05.2026