Der groe Frust kommt nach der Schule: Absagen am laufenden Band so sieht fr viele junge Menschen auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz derzeit die Realitt aus. Die Entwicklung hat zwei Gesichter: Einerseits gibt es zu wenig Ausbildungsstellen, andererseits bleiben ausgeschriebene Stellen unbesetzt, weil viele Betriebe nicht die geeigneten Bewerber dafr finden. Es gilt, die Versorgung von Jugendlichen mit Ausbildungsstellen in der Region zu verbessern. Auerdem sind neue Wege in der Berufsorientierung gefragt - damit Bewerber und Ausbilder frher, direkter und nachhaltiger miteinander in Kontakt kommen.
Diesen dringenden Aufgaben widmet sich nun das Projekt pro job Bndnis fr Ausbildung Ausbildungspltze fr die Region der projekt REGION BRAUNSCHWEIG GMBH. pro job setzt mit gezielter Frderung auf mehreren Ebenen an: Ein Schwerpunkt ist das Thema Unternehmen in Schule: Hier geht es um Firmen, die sich nicht nur als Partner von Schule, z.B. als Praktikumsbetrieb, verstehen, sondern die sich auch engagiert in das Schulleben einbringen. Dahinter steht die Absicht: Betriebe knnen vor Ort die zuknftigen Auszubildenden genau kennen lernen, zugleich bekommen die Schler in dieser Zeit schon einen besseren Eindruck von Arbeit. So lsst sich die Zahl vergeblicher Bewerbungen deutlich reduzieren.
Der Bereich Aufbau und Betreuung regionaler Ausbildungsnetzwerke nimmt die Metall- und Elektroberufe ins Visier: Die bestehende Zusammenarbeit von Berufsbildenden Schulen und Betrieben soll untersttzt und erweitert werden. Aufbauend auf positiven Erfahrungen entsteht eine Plattform fr gemeinsam nutzbare Ausbildungsmaterialien. Dies gilt insbesondere fr die neu geordneten Berufe.
Um die Ausbildungssituation in der gesamten Region zu strken, erfolgt eine Bestandsaufnahme aller vorhandenen Netzwerke und ihrer Teilnehmer. Die Datenlage, z.B. ber die Situation der Schulabgnger in der Region, wird bestndig verbessert. Die Entwicklung einer regionalen Praktikanten- und Ausbildungsdatenbank (u.a. auch eine regionale Ausbildungslandkarte) gibt Schulen und Betrieben die Mglichkeit, vorhandene Ressourcen besser zu nutzen.
pro job startet im Rahmen des neuen Frderprogramms JOBSTARTER Fr die Zukunft ausbilden des Bundesministeriums fr Bildung und Forschung (BMBF): Aus ber 200 eingegangenen Antrgen wurden 52 Projekte ausgewhlt - darunter pro job fr die Region Braunschweig/Sdostniedersachsen mit den Stdten Braunschweig, Salzgitter und Wolfsburg sowie den Landkreisen Gifhorn, Goslar, Helmstedt, Peine und Wolfenbttel. Angesichts dieses Erfolges sind die Projektkoordinatoren Karin Oesten und Gnter Schwardt-Christen berzeugt, dass pro job in der Region einen erfolgreichen Beitrag leisten wird zu einer neuen Kultur der Ausbildung, wie sie in diesem Zusammenhang von Bundesbildungsministerin Annette Schavan fr Deutschland gefordert wird. Die jetzt beginnenden Projekte tragen mit gezielter Werbung und konkreten Dienstleistungsangeboten fr Betriebe zur Steigerung des betrieblichen Ausbildungsplatzangebotes bei und verbessern die regionale Ausbildungsstruktur. verdeutlicht Schavan am 14.06.06 noch einmal die Mglichkeit der umfassenden und nachhaltigen Verbesserung der Ausbildungsplatzsituation. Das BMBF sieht das Programm als Motor fr Innovationen in der beruflichen Bildung und stellt mit Untersttzung der EU eine Frdersumme von 100 Mio. Euro zur Verfgung.
Die Koordination des JOBSTARTER-Programms obliegt dem Bundesinstitut fr Berufsbildung (BIBB).
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