Braunschweiger Zeitung vom 8.April 2006:
Dr. Udo Klitzke gibt Aufsichtsrats-Mandat ab
IG-Metaller zieht sich aus Projekt Region zurck Lebenstraum: Zwei Jahre Afrika
Von Elke Ebeling
BRAUNSCHWEIG. Dr. Udo Klitzke hat sein Mandat im Aufsichtsrat der Projekt Region Braunschweig GmbH zurckgegeben. Der IG-Metaller will seinen Lebenstraum verwirklichen und in zwei Jahren Afrika umrunden. Mit ihm verliert die Projekt Region einen ihrer Initiatoren. Sein Nachfolger aus den Reihen der IG Metall, die Gesellschafter der Projekt Region Braunschweig ist, wird der VW-Betriebsratsvorsitzende Bernd Osterloh sein
Udo Klitzke wollte immer nur eines: Neue Arbeitspltze in der Region, denn er hat den tiefgreifenden Strukturwandel seit den 70er Jahren erlebt, mit dem Zehntausende von Jobs und auch Branchen verschwanden. Alle, die mit dem 60-Jhrigen an dem Ziel gearbeitet haben, die Region vom Harz bis in die Heide wirtschaftlich voranzubringen, bedauern, dass er geht.
Manfred Casper, Hauptgeschftsfhrer des Arbeitgeberverbands, beschreibt Klitzke so: "Sein Herz schlgt fr die Region. Er wollte was bewegen, und hat es auch. Und wenn er aus der Wste zurck ist, dann wird er dies vermutlich wieder tun; auf ehrenamtlicher Basis."
Lngst hat Klitzke sein Amt als Chef IG Metall Sdostniedersachsen an Detlef Kunkel weitergegeben. "Udo Klitzke hat das Projekt gelebt. Er hat es mit Braunschweiger Persnlichkeiten hingekriegt, engagierte Firmen und Menschen und acht Gebietskrperschaften zusammenzubringen", sagt Kunkel. "Wenn man mit ihm zusammensteht, sind gleich fnf neue Ideen da. Klitzke ist ein Mann mit Visionen fr die Region."
Und Klitzke selbst? Er sagt rckblickend: "Wir haben eine neue Kultur der Zusammenarbeit geschaffen jenseits der Interessen, wie es sie im Tarifkonflikt gibt. Das ist ein Pfund fr die Region."
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