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bergangsmanagement macht mobil: je 750 Schlerinnen und Schler an zwei Tagen in Betrieben/ Rd. 300 Betriebe und Einrichtungen haben Pltze zur Verfgung gestellt

„Kaum eine Entscheidung prgt den Lebensweg so nachhaltig, wie die Berufswahl“ berichtet Projektleiter und Sozialarbeiter Gnter Schwardt-Christen vom Bildungsteam der PRBS GMBH. „KoPra WF - Kompetenz & Praxis in Wolfenbttel- von der Schule zum Beruf fr Schlerinnen und Schler im Sekundarbereich I“, Bestandteil des „Regionalen bergangsmanagements Schule-Beruf im Landkreis Wolfenbttel“, angeschoben und finanziert von Landkreis und Stadt Wolfenbttel, der Agentur fr Arbeit Braunschweig und der projekt REGION BRAUNSCHWEIG GMBH, bietet daher allen rd. 750 Jugendlichen der 8. Real- und Hauptschulklassen auf dem Gebiet des Landkreises Wolfenbttel die Chance zu einer vertieften Berufsorientierung.

 

Gestartet ist KoPra WF mit einer grndlichen "Kompetenzfeststellung" (KOFE). Ziel der fnftgigen KOFE war es, den Schlerinnen und Schlern Auskunft darber zu geben, ob ihre Interessen und Neigungen ihren Kompetenzen entsprechen bzw. eine Umorientierung notwendig ist. Einen besonderen Stellenwert nahm dabei das Auswertungsgesprch mit den KOFE- Teams und den Berufsberatungen der Agenturen fr Arbeit Braunschweig und Goslar ein, zu dem auch rd. 60% der Eltern ihre Kinder begleiteten. „Das ist auch ein guter Einstieg in Elternarbeit“, berichtet Bettina Bttcher vom Landkreis Wolfenbttel, und zusammen mit Sabine Schelz dort zustndig fr das bergangsmanagement.

Die KOFE ist der erste Baustein im Rahmen des Projekts „bergangsmanagement Schule - Beruf“, der bis zum Beginn den Weihnachtsferien 2010 umgesetzt wurde. Ihm folgt aktuell im der Baustein „Berufspraktische Berufsorientierung“ (BPBO):

Die BPBO findet an 5 aufeinanderfolgenden Tagen statt. Die Woche beginnt in der jeweiligen Schule am 1. Tag mit den Elementen „Verhalten und Benehmen im Betrieb“ und „Recherche zu den zu besuchenden Betrieben". Tag 2 und 3 sind Berufsschulpraxistage, die berwiegend in der Carl-Gotthard-Langhans-Schule. Neu ist, beide Tage sind dem vertieften Kennenlernen des KOFE- Berufsbereichs gewidmet. Tag 4 und 5 sind Betriebspraxistage bei privaten und ffentlichen Arbeitgebern der Region. Sie runden das Kennenlernen von Ausbildungsberufsbildern praktisch ab, fr die sich die Jugendlichen interessieren und fr die sie geeignet sind. „Insgesamt haben 292 Unternehmen und Einrichtungen exakt 1.986 Pltze zur Verfgung gestellt“, freut sich Irene Mnzer-Becker vom Bildungsteam der PRBS GMBH, die die Pltze akquiriert hat. „Das waren ca. 400 Pltze mehr als wir bentigt haben, sodass eine Auswahl bestand und wir besonders passgenau zuweisen konnten.“ Im Anschluss an die BPBO bietet die ASS- Arbeit-statt-Sozialleistungen gGmbH auf Anfrage und Einladung der Schulen die Aktivitt „Experten in Schule“ zur Untersttzung der schulischen Nachbereitung an. Ein entsprechendes Angebot der PRBS GMBH hatte sich in der vorausgegangenen Pilotphase bereits bewhrt.

 

 

Einer der knapp 300 Betriebe, die bei den Betriebspraxistagen mitgemacht haben, war E-Neukauf Michallik in Wolfenbttel. Dort schnupperten Sindy, Chiara und Stefan von der Haupt- und Realschule Remlingen in das Arbeiten in einem Supermarkt hinein. Ihre Eindrcke waren durchaus unterschiedlich: Whrend Chiara lieber Friseurin werden mchte, hat Sindy die Arbeit im Handel Spa gemacht. Sie wrde aber lieber Reisen als Lebensmittel verkaufen. „Im Rahmen der KOFE wurde fr beide Schlerinnen eine Eignung im Berufsbereich „Beratung, Bedienung, Verkauf“ festgestellt“, berichtet Gnter Schwardt-Christen, „Dass passt!“ Er betrachtet es als Erfolg, dass der KoPra- Prozess bei beiden zu realistischen Berufswnschen in einem Bereich gefhrt hat, fr den sie auch geeignet sind. Der Dritte im Bunde, Stefan, kann sich dagegen vorstellen, im Lebensmitteleinzelhandel direkt ttig zu werden. „Ich habe Kisten verladen, Lebensmittel sortiert und das Mindesthaltbarkeitsdatum kontrolliert. Das hat Spa gemacht!“ Jetzt kommt es auf die Ausbildungsvergtung an.

Im Anschluss an die BPBO bietet die ASS- Arbeit-statt-Sozialleistungen gGmbH auf Anfrage und Einladung der Schulen die Aktivitt „Expert/innen in Schule“ zur Untersttzung der Nachbereitung des KoPra- Prozesses in der Schule an. „Hier geht es meistens noch um Detailfragen. Danach steht die Berufswahlentscheidung, die die Jugendlichen treffen, auf einer realistischen Basis“, ist sich Irene Mnzer-becker sicher. Das Angebot „Expert/innen in Schule“ der PRBS GMBH hatte sich in der vorausgegangenen Pilotphase bereits bewhrt.

„Das bergangsmanagement verfolgt die Teilziele: eine verbesserte Vermittlung von Jugendlichen in Ausbildung und Beschftigung, die Verringerung der Zahl der Schulabgnger/innen ohne Schulabschluss, die Senkung der Abbrecherquote, ein abgestimmtes Konzept zur Berufsorientierung und Berufsvorbereitung an den Schulen, eine passgenaue Vermittlung der Schlerinnen und Schler in Ausbildung sowie gegebenenfalls weiterfhrende Schulen“, umreit Sabine Walter, Leiterin des Jugendamtes, das Zielsystem.

 

 

Erste KOFE WF der Durchfhrungsphase abgeschlossen

Rund 720 Schlerinnen und Schler der achten Klassen der Haupt- und Realschulen in Landkreis und Stadt Wolfenbttel begannen ihre fr alle verbindliche Berufsorientierung mit der Kompetenzfeststellung (KOFE) zwischen den Herbst- und Weihnachtsferien 2010 des Schuljahres 2010/11.

Die beteiligten Schulen waren die Lessing Realschule, Leibniz Realschule, Wilhelm-Raabe-Hauptschule, HRS Remlingen und Sickte, Werla-Schule Schladen, Schule im Innerstetal, Erich-Kstner-Hauptschule und Elm-Asse-Schule.

Die KOFE-Woche war eine Zusammenarbeit der pRBS und der Ausbildungswerkstatt Braunschweig e.V. (ABW), der Zukunftsfabrik Wolfenbttel, dem BIZ Wolfenbttel, der VHS Salzgitter sowie den Agenturen fr Arbeit Braunschweig und Goslar. Die Berufsbereiche entsprachen den Anforderungen des Wolfenbtteler „bergangsmanagements“, deren Mitarbeiterinnen der Koordinierungsstelle ABW und pRBS bei ihren Schulbesuchen vor der KOFE- Woche begleiteten. Hier erluterten ABW und pRBS Inhalte und Organisation der Woche in jeder Schule und legten mit Schulleitung, Fach- und Klassenlehrer/innen und Sozialpdogog/innen Details fest.

Mit Tests zu den drei Berufsbereichen Soziales/Gesundheit, Technik/Handwerk sowie Bro/Verwaltung/Kaufmnnisches  und Sozialbungen zu klassischen Sozialkompetenzen, wie Team-, Kommunikations- und Problemlsefhigkeit und Arbeitsorganisation, ergrndeten die Schler/innen zusammen an vier Tagen mit Teamer/innen ihre Neigungen und Eignungen. Die Tests und bungen schlossen am fnften Tag ab mit einem Auswertungsgesprch und der Mglichkeit eines Erstgesprchs bei den dann zum Termin stark frequentierten Berufsberater/innen. Bis zu 60 % der Eltern meldeten sich fr die Berufsberatung an. Sie sind eine ganz wichtige Sule, wenn es um die Berufsorientierung ihrer Kinder geht. Im Auswertungsgesprch bekamen die Schler/innen einen Auswertungsbogen an die Hand mit ihren Ergebnissen, besonders ihren Eignungen fr bestimmte Berufsfelder und Berufe. Er war eine groe Hilfe im folgenden Gesprch der Berufsberatung.

Alle Ergebnisse der Schler/innen sind festgehalten im Kompetenzprofil. Die Profile sind nach vier Wochen fertiggestellt und werden dann in einem Gesprch bergeben. Themen sind rckblickend der Verlauf der Woche und nach vorne schauend die Nutzung der Profile im Unterricht und die Berufspraktische Berufsorientierung im Frhjahr. Die Kompetenzprofile sind mit Instrumenten der Kompetenzbilanzierung wie Berufswahlpass kompatibel und knnen den Bewerbungsunterlagen direkt beigefgt werden.

Wir danken allen Lehrer/innen, Sozialpdagog/innen und Mitarbeiter/innen der beteiligten Schulen,  der Bildungstrger, der Agenturen fr Arbeit sowie der Koordinierungsstelle fr die gute Zusammenarbeit bei der erfolgreichen Durchfhrung der KOFE.

Weiter geht es im April 2011 mit der fnftgigen Berufspraktischen Berufsorientierung fr alle genannten Schulen.

 
Die projekt REGION BRAUNSCHWEIG GMBH arbeitet mit der Wolfsburg AG in gemeinsam definierten regionalen Schwerpunkten intensiv zusammen. Informationen zu unserem Kooperationspartner Wolfsburg AG finden Sie hier.
 

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