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Titelbild projekt REGION BRAUNSCHWEIG GMBH
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Stdte und Landkreise in der REGION
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Projekt - PAMIR SON

Mehr als 250 Migranten in Arbeit vermittelt - Integrationsprojekt PAMIR SON mit erfolgreicher Bilanz Suche nach neuen Sponsoren

Mit dem Projekt Arbeitsmarktintegration von Migrantinnen und Migranten in der Region Sdostniedersachsen (PAMIR SON) zieht ein Projekt Bilanz, das rund 1.000 Brgerinnen und Brgern der Region mit Einwanderungshintergrund zu mehr Selbstbewusstsein und einem geraderen Rcken, wie eine Teilnehmerin sagte, verholfen hat. Darunter sind mehr als 250 Menschen, die mit Hilfe von PAMIR auch (wieder) auf dem Arbeitsmarkt Fu gefasst haben. Das Projekt sucht neue Sponsoren.
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PAMIR geht auf groe Fahrt

 

Ende August besuchte eine dreikpfige Delegation unter Fhrung von Tadas Tumėnas, Unterabteilungsleiter im litauischen Ministerium fr Nationale Minderheiten und Auslandslitauer, unsere Region, um sich ber die Erfolge der Entwicklungspartnerschaft PAMIR SON bei der Integration von Migrant/innen in Arbeit und Ausbildung im Rahmen von Betriebsbesuchen zu informieren. Am Ende des Besuches stand eine Einladung von PAMIR-Netzwerkpartnern nach Litauen, um vor Arbeitsmarktexpert/innen ber die in der Region Braunschweig entwickelten Produkte, Prozesse und Strukturen zu berichten. PAMIR ist ein Projekt der projekt REGION BRAUNSCHWEIG GMBH, gefrdert durch das Bundesministerium fr Arbeit und den Europischen Sozialfonds.

Von solchen Projekten msste es mehr geben, sagt Juri Simonin, der durch den Projektbaustein der VHS Arbeit und Beruf GmbH bei der Metronix Messgerte und Elektronik GmbH Fu gefasst hat. Herr Simonin ist ein gutes Beispiel dafr, dass Matchingprozesse manchmal lnger als die vorgesehenen sechs Monate dauern knnen, ergnzt Frau Berg, Projektverantwortliche der VHS. Nach einem differenzierten Assessment musste er den flexibel angelegten Prozess aus passgenauer betrieblicher und auerbetrieblicher Qualifizierung und Frderung ein zweites Mal durchlaufen, bevor es dann bei Metronix geklappt hat. Herr Simonin hat fr seinen Arbeitsbereich bereits einen Verbesserungsvorschlag gemacht, den wir auch umgesetzt haben, berichtet der Werkstattleiter, Herr Sturm. Er ist mit der Vorauswahl der Kandidaten zufrieden, die die VHS im Bedarfsfall fr Metronix vornimmt, und aus der dann ein Praktikant ausgewhlt wird. So arbeitet der ehemalige Praktikant Sergey Kharo heute als Facharbeiter bei Metronix. Alle drei Herren sagen bereinstimmend, dass die Nationalitt im Arbeitsalltag keine Rolle spielt. Das Betriebsklima ist sehr gut, die Arbeits- und Umgangssprache Deutsch. Als Vilius Mikulėnas, Projektleiter beim staatlichen Haus fr Nationale Gemeinschaften, nach dem quantitativen Erfolg des Bausteins fragt, kann Frau Berg berichten, dass die Integrationsquote mehr als doppelt so hoch ist, wie im Durchschnitt vergleichbarer arbeitsmarktpolitischer Manahmen. Christian Wichert, Projektleiter PAMIR SON, ergnzt, dass die Kreisvolkshochschule Peine, die den Baustein im Landkreis Peine umsetzt, eine gleich hohe Integrationsquote in Arbeit erzielt: ber 30%.  

Den zweiten Interessenschwerpunkt der litauischen Delegation bildete die Integration in Ausbildung, verbunden mit der Frage, wie Betriebe deren Management einen Migrationshintergrund aufweist, dazu bewegt werden knnen, Ausbildungspltze anzubieten. Ahmet Yilmaz, Geschftsfhrer der exTim GmbH und Vorstand im Bund Trkisch-Europischer Unternehmer e.V. (BTEU), berichtet, dass der Zugang zur Zielgruppe entscheidend sei. Organisationen, von denen Unternehmerinnen und Unternehmer ohne Migrationshintergrund schon nicht genau wissen, welche Funktionen sie ausben, haben diesen Zugang nicht, wei der Diplom-konom. Dementsprechend kooperieren der BTEU und die Ausbildungswerkstatt Braunschweig e.V. (ABW) an der Schnittstelle ihrer Projektbausteine Beratung von Unternehmer/innen und Ausbildungsmanagement. Der BTEU bert in seinem Baustein nicht nur zu betriebswirtschaftlichen Fragen, sondern Tr ffnet uns auch die Tr sagt Karl-Heinz Friedrichs, Geschftsfhrer der ABW. Die ABW bernimmt dann die Organisation, Planung und theoretische Ausbildung nach dem Rahmenstoffplan des jeweiligen Berufsfeldes, unsere Partnerbetriebe sind fr die praktische Ausbildung zustndig. So haben im Rahmen von PAMIR rd. Eindutzend Betriebe erstmals einen Ausbildungsplatz angeboten und mit Hilfe der ABW besetzt. Herr Yilmaz und Herr Friedrichs sind sich darin einig, dass das Ausbildungsmanagement die Betriebe spter befhigen soll, selbststndig und ohne externe Hilfe auszubilden. In einigen Fllen klappt das sehr schnell, wie z.B. im Restaurant Tandure der Familie Aslan, das Sie ja spter noch kennenlernen werden, sagt der Vertreter der ABW. Herr Aslan und Frau Gnther, die dort eine Ausbildung zur Restaurantfachfrau macht, stehen Ihnen ja nachher auch noch fr ein Gesprch zur Verfgung. Insgesamt hat allein die ABW im Rahmen von PAMIR gut 20mal in Ausbildung vermittelt.

Auf Nachfrage von Gego Miloevič, der eine litauische Entwicklungspartnerschaft in der Region alčininkai verantwortet, betont Herr Yilmaz die Notwendigkeit fr Unternehmer/innen mit Migrationshintergrund, sich zu Interessenverbnden zusammenschlieen, um die gleichberechtigte Teilnahme und Teilhabe am konomischen Prozess politisch durchzusetzen. Der BTEU ist dafr ein gutes Beispiel!

PAMIR-SON bietet Arbeitsmarktperspektiven fr Migrantinnen und Migranten in der Region.

"projekt REGION BRAUNSCHWEIG GMBH" akquiriert 1,6 Mio EUR, rd. 2,3 Mio EUR Kofinanzierung aus der Region 

Der trkische Gemsehndler gehrt heute zum Erscheinungsbild unserer Stdte, die italienische Kche hat mittlerweile den Sprung aus den Pizzerias und Restaurants in die deutschen Kochtpfe geschafft. Doch die sog. Migrant/innenkonomie, eigentlich deutsche Unternehmen, die von Personen mit Migrationshintergrund oder Auslndern gefhrt werden, ist inzwischen wesentlich facettenreicher. Freie Berufe, das Handwerk und das Produzierende Gewerbe nehmen zu Ungunsten von Gastronomie und Einzelhandel zu. Dem korrespondiert, dass allein gut 35 Prozent der Unternehmen in der Hand von trkischen Migrant/innen einen Umsatz von mehr als 500.000 EUR pro Jahr aufweisen. Migrant/innen sind aber im Vergleich zu Deutschen auch immer noch berproportional von Arbeitslosigkeit betroffen, in unserer Region doppelt so oft. Vergleichsweise gering ist auch die Einmndungsquote Jugendlicher mit Migrationshintergrund in das duale Ausbildungssystem, wobei dies gerade auch fr Migrantinnen mit gutem Schulabschluss zutrifft.

Die Entwicklungspartnerschaft "Projekt Arbeitsmarktintegration von Migrantinnen und Migranten in der Region SdOstNiedersachsen", die ihr operatives Geschft am 01. Juli 2005 aufgenommen hat, widmet sich daher smtlichen Phasen des Integrationsprozesses, von der Schule ber berufliche Aus- und Weiterbildung sowie Praktika bis zur Aufnahme eines Beschftigungsverhltnisses. In diesem Zusammenhang werden auch Beratungs- und Qualifizierungsangebote fr Unternehmer/innen und Personalverantwortliche angeboten.

Ziel ist die Schaffung eines sich selbst tragenden Beratungs- und Qualifizierungsnetzwerkes, das auch ber das Projektende am 31.12.2025 hinaus Bestand hat. Die Angebote der Partner reifen zu Geschftsideen, was auch die bernahme in Regeldienste der Gebietskrperschaften mit einschliet. Das Projekt sttzt sich dabei im Wesentlichen auf drei Strukturen:

  1. ein regionales Cluster von ca. 250 Unternehmen, meist KMU, deren Inhaber/innen zum Teil einen Migrationshintergrund aufweisen und das im Projektverlauf erweitert werden soll;
  2. eine Beratungs-, Qualifizierungs- und Vermittlungs- (BQV-) Agentur, unter deren zunchst virtuellem Dach die Aktivitten und Manahmen fr 90 Migrant/innen gebndelt werden, die einen direkten Arbeitsmarktbezug aufweisen sowie
  3. ein Netzwerk flankierender Hilfen, das insbesondere auf die Kompetenzen junger und lterer Migrantinnen und Zuwanderinnen bei der Arbeitsmarktintegration baut und sich an 25 Migrantinnen wendet.

Die operativen Partner, von "A", wie Ausbildungswerkstatt Braunschweig e.V. ber "S", wie Stadt Braunschweig und SZST-Salzgitter Service und Technik GmbH bis "V", wie VHS Arbeit und Beruf GmbH blicken optimistisch in die Zukunft, ist es doch im Zuge des Vorluferprojektes SIMBA auf wesentlich schmalerer materieller Basis gelungen, erfolgreich in Arbeit, Ausbildung oder Praktikum zu vermitteln. Hinzu kamen noch Existenzgrndungsberatungen sowie die Beratung von Unternehmer/innen mit und ohne Migrationshintergrund in betriebs- und personalwirtschaftlichen Fragen.

Intensiv untersttzt wird das Projekt durch eine Reihe wichtiger regionaler arbeitsmarktpolitischer Akteure, wie dem Arbeitgeberverband Region Braunschweig e.V., dem DGB Region SdOstNiedersachsen, der Handwerkskammer Braunschweig, der IHK Braunschweig und dem Niederschsischen Innenministerium. Die ARGE Braunschweig kooperiert nicht nur mit den Projektpartnern im Rahmen von BQV-Agentur und Netzwerk flankierender Hilfen, sondern leistet auch den wesentlichen regionalen Kofinanzierungsbeitrag. Gefrdert wird das Projekt mit 1,6 Mio. EUR vom Bundesministerium fr Arbeit und Soziales und dem Europischen Sozialfonds. Diese Frdergelder stammen aus der Gemeinschaftsinitiative EQUAL des Europischen Sozialfonds. EQUAL verfolgt die Ziele, Arbeitslosigkeit zu verhindern und zu bekmpfen, die Humanressourcen zu entwickeln sowie die berufliche und soziale Integration von auf dem Arbeitsmarkt benachteiligten Gruppen zu frdern.

Ansprechpartner fr das Projekt: Christian Wichert

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Gesellschafter

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