Dr.
Hans-Jrgen Dankert, Geschftsfhrer der DLAC Dienstleistungsagentur Chemie
GmbH.
Die DLAC Dienstleistungsagentur Chemie GmbH untersttzt mittelstndische Unternehmen in der Region im Umgang mit der neuen EU-Chemikalienverordnung. Gemeinsam mit der Stadt Langelsheim engagieren sich die Agimus GmbH, die fme AG und die projekt REGION BRAUNSCHWEIG GMBH als Gesellschafter. Geschftsfhrer der DLAC-Agentur mit Sitz in Langelsheim ist Dr. Hans-Jrgen Dankert. PRBS-kompakt sprach mit dem 56-jhrigen promovierten Chemiker, der einschlgige Branchenerfahrung besitzt, ber die Aufgaben der neuen Agentur.
PRBS-kompakt: Warum besitzt das Thema Chemie fr unsere Region eine so wichtige Relevanz?
Dr. Dankert: Chemie ist nicht nur fr die Bundesrepublik, sondern auch fr unsere Region ein wichtiger Wirtschaftzweig. Dies gilt insbesondere fr den Landkreis Goslar. Hier sind etwa im Herstellungs- und Anwendungsbereich von Chemikalien zahlreiche klein- und mittelstndische Unternehmen und auch Standorte groer Konzerne mit ca. 5.000 Beschftigten aktiv. Mittelstndische chemieaffine Betriebe gibt es in der gesamten Region. Diese Arbeitspltze einerseits fr die Region langfristig zu sichern, andererseits vorhandene Potenziale zum Aufbau zustzlicher Beschftigung zu nutzen, dazu wird die Dienstleistungsagentur Chemie einen wichtigen Beitrag leisten.
PRBS-kompakt: Worin liegen genau die Aufgaben der Dienstleistungsagentur?
Dr. Dankert: Die gesamte Branche steht vor einschneidenden Vernderungen: International verndert sich die Marktsituation immer schneller. Hinzu kommen neue rechtliche Rahmenbedingungen, zu- vorderst die neue EU-Chemikalienverordnung REACH, die den Mittelstand vor erhebliche Herausforderungen stellt und neue Strategien erfordert. Genau hier setzt die Dienstleistungsagentur Chemie mit Sitz in Langelsheim an. Sie bietet kleinen und mittelstndischen Unternehmen passgenaue, sinnvolle und Kosten minimierende Lsungen an. Sie bert ihre Kunden bei Entscheidungen, bietet Dienstleitungen rund um Chemikaliensicherheit, -bewertung und -registrierung an und fhrt Qualifizierungsmanahmen und Tagungen durch. Erforderliche Tests und Analysen vergibt die Agentur an Kooperationspartner.
PRBS-kompakt: Warum stellt REACH eine groe Belastung fr den Mittelstand dar?
Dr. Dankert: Die neue EU-Chemikalienpolitik bedeutet erhebliche zustzliche Kosten, die den Mittelstand erheblich belasten werden. Ohne aktives Gegensteuern sind Arbeitsplatzverluste und damit Kompetenzverluste fr die Region zu befrchten. Jedes Unternehmen hat nach REACH produzierte und verwendete Chemikalien in Standardprozessen zu registrieren. Grere Konzerne knnen diese Prozesse einfacher steuern. Gerade fr kleinere Betriebe, die einen Groteil der Beschftigung tragen, bringen die brokratischen Anforderungen und Zusatzkosten fr Personal und Analyseverfahren erhebliche Belastungen mit sich.
PRBS-kompakt: Wie stellt sich unsere Region darauf ein?
Dr. Dankert: In dem man vor Ort Kompetenzen bndelt und sich in der neuen Agentur engagiert. Die Stadt Langelsheim, die Agimus GmbH, die fme AG und die projekt REGION BRAUNSCHWEIG GMBH bernehmen hierbei als Gesellschafter eine besondere Verantwortung. Das Land Niedersachsen frdert den Aufbau und die Entwicklungsphase, namhafte Wirtschaftsunternehmen, Forschungseinrichtungen, Verbnde und Kammern sind als Kooperations- und Netzwerkpartner eingebunden. Das bedeutet, in der Region entsteht auf dieser Basis ein Dienstleister, der sich den REACH-Herausforderungen aktiv stellt und zukunftsorientierte Lsungen fr den Mittelstand anbietet, die auch bezahlbar sind.
PRBS-kompakt: Sie sind Geschftsfhrer der neuen Agentur. Wo werden Sie mit Ihrer Arbeit beginnen?
Dr. Dankert: Natrlich diktiert uns die Verabschiedung von REACH im Jahr 2007 in gewisser Weise einen strammen Zeitplan. Wir haben bereits mit der Analyse der Herausforderungen begonnen. Konkret also: Welche Beratung und Begleitung bentigen die KMU? Gleichzeitig geht es darum, die Registrierungsphase zu begleiten, dafr Kompetenzfelder aufzubauen und Plattformen zum Erfahrungstausch der Unternehmen wie der Mitarbeiterschulung zu entwickeln. Klar ist: Stellen wir uns gemeinsam und strategisch den Herausforderungen von REACH, dann sichern wir nicht nur Beschftigung, sondern erarbeiten der Chemie neue Chancen. Dafr wollen wir als Region an der Spitze marschieren.
![Logo und Homelink [Alt+1]](/0_image/logo.gif)

