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PUM.A B - Aktuelles

Ich will ausbilden!

PUM.A B hat in Kooperation mit dem Bund Türkisch-Europäischer Unternehmer e.V. und der Deutschen Angestellten Akademie GmbH Hannover einen Kurs zur Erlangung des AdA-Scheins („Ausbildung der Ausbilder“) für Unternehmerinnen und Unternehmer sowie Personalverantwortliche mit Einwanderungshintergrund organisiert, der die notwendigen rechtlichen wie auch berufs- und arbeitspädagogischen Kenntnisse vermittelt.

 

„Ich schwitze sonst nie, aber beim 15minütigen Fachgespräch der praktischen Prüfung bin ich schon ins Schwitzen gekommen“, so einer der erfolgreichen Teilnehmer. „Aber es hat sich gelohnt!“  Fünf von Zehn haben bis zum Schluss durchgehalten und sowohl die schriftliche als auch die praktische Kammerprüfung bestanden, jetzt dürfen sie ausbilden. (Zwei Weitere haben eine Teilprüfung erfolgreich abgelegt.) Um das Ziel zu erreichen, verbrachten sie seit April 2010 über neun Wochen hinweg zwei Abende und den Samstag in Räumen der PRBS. Hinzu kamen häusliche Selbstlernphasen. Ein zweiter Kurs ist für den Herbst geplant. „Die Liste der Interessenten füllt sich bereits“, so Ishak Demirbag vom BTEU. PUM.A ist im Frühjahr 2009 mit dem Ziel angetreten, Jugendliche mit Einwanderungshintergrund aus Haupt- und Realschulen dabei zu unterstützen, direkt in Ausbildung einzumünden. In 30 Fällen hat das bisher geklappt, mindestens fünf Optionen sind jetzt hinzugekommen.  

 

Das „PUM.A B- PROJEKT UNVERSORGTE MIGRANT/INNEN IN AUSBILDUNG IN DER REGION BRAUNSCHWEIG“ wird im Rahmen des XENOS- Programms „Integration und Vielfalt“ durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales und den Europäischen Sozialfonds sowie aus Mitteln der Agenturen für Arbeit Braunschweig, Helmstedt und Hildesheim und der projekt REGION BRAUNSCHWEIG GMBH gefördert. Der AdA- Kurs wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert und von JOBSTARTER beim Bundesinstitut für Berufsbildung koordiniert.

 

PUM.A B: 3. Braunschweiger BerufsInfoBörse für Jugendliche mit Einwanderungshintergrund zur Erweiterung des Berufswahlspektrums

Rd. 400 Jugendliche mit Einwanderungshintergrund nutzen Ende September die gebotene Chance, sich bei Personalverantwortlichen von rd. zwei Dutzend Unternehmen und Institutionen – von der Bauinnung Braunschweig bis zur Volkswagen AG - über deren Ausbildungsberufsbilder zu informieren. Abgerundet wurde das Programm durch Fachvorträge u. a. zur Funktionsweise des Dualen Ausbildungssystems in Deutsch, Türkisch und Russisch und Tipps vom Profi für Bewerbungen und Vorstellungsgespräche

 

Migranten und Migrantinnen verfügen oft über vielfältige Kompetenzen- am sinnfälligsten die Zweisprachigkeit. Sie brauchen jedoch Unterstützung und Informationen für eine erfolgreiche Integration in den Arbeitsmarkt. PUM.A B, das PROJEKT UNVERSORGTE MIGRANTINNEN IN AUSBILDUNG IN DER REGION BRAUNSCHWEIG lud deshalb am Montag, den 28. September 2009 in die Brunsviga, Karlstraße 35 zur 3. BerufsInfoBörse (BIB) für Jugendliche mit Einwanderungshintergrund ein, die um 13:00 Uhr von Heike Jörissen, Geschäftsführerin operativ der Agentur für Arbeit Braunschweig und Christian Wichert, Projektleiter bei der projekt REGION BRAUNSCHWEIG GmbH, eröffnet wurde. Die BIB wurde maßgeblich vom Team um Wilhelmine Berg von der VHS Arbeit und Beruf GmbH organisiert, einem von fünf PUM.A B- Partnern.

Mit dem Ziel das Berufswahlspektrum von Jugendlichen mit Einwanderungshintergrund zu erweitern, stellen Firmen und Institutionen - von „A“ wie Agentur für Arbeit Braunschweig“ über „R“ wie Real,- SB Warenhaus GmbH bis zu „V“, wie Volkswagen AG - ihre Berufsbilder vor. Dabei präsentieren Jugendliche mit und ohne Einwanderungshintergrund ihren beruflich erfolgreichen Werdegang und stehen für Beratungsgespräche zur Verfügung. Das Spektrum reicht hier von der Friseurin über den Metallbauer bis hin zum Elektroniker und dualen Studiengängen.  Rund um die berufliche Orientierung wurden Informations- und Medienangebote gemacht, wie z.B. Vorträge  zur Funktionsweise des Dualen Ausbildungssystems in Deutsch, Türkisch und Russisch und Tipps vom Profi für Bewerbungen und Vorstellungsgespräche.

 

Die Aussteller zeigten sich mit dem Zuspruch zufrieden, der Jugendlichen sollten aber zeitversetzt eingeladen werden, um Wartezeiten an den Ständen zu minimieren und eine gleichmäßige Auslastung zu erreichen. Einige Firmen und Institutionen haben sich schon einen Standplatz für das nächste Jahr reservieren lassen. Die Jugendlichen wünschen sich eine noch größere Vielfalt von Ausbildungsberufsbildern und Firmen. „In der Brunsviga ist das dann aber nicht mehr zu machen“, merkt einer der Jugendlichen an. 

 

Am PUM.A B- Standort Landkreis Peine zeichnete die KVHS Peine am 23. September 2009 verantwortlich für die Schwesterveranstaltung – die 1. Peiner BIB für Jugendliche mit Einwanderungshintergrund zur Erweiterung des Berufswahlspektrums - die im Melody-Event-Center in der Peiner Theodor-Heuss-Straße stattfand.

Ein Staatsbesuch ...

Ende August fand ein PUM.A B- Projektbesuch von Herrn Staatssekretär Brandner, Bundesministerium für Arbeit und Soziales, an der Hauptschule Heidberg statt. Wie alles im Leben hat auch PUM.A B eine Vorgeschichte. Die heißt SIMBA- Soziale Integration von Migrant/innen in Beruf und Arbeit und spielte sich von Mitte 2002 bis Mitte 2005 ab, während der Laufzeit von EQUAL I. Die PRBS GMBH war noch ein Verein und was hatten wir mit Integration zu tun, außer dass uns der Bund Türkisch-Europäischer Unternehmer immer wieder auf die Bedeutung und das Potenzial des Themas hinwies?

 

Der Mittelgeber fragte sich das wohl auch, und so teilten sich die sieben Braunschweiger Partnerorganisationen in SIMBA ein Teilprojekt. Unsere Ergebnisse waren aber so gut, dass wir in EQUAL I einen Nachschlag erhielten und in EQUAL II eine eigene Entwicklungspartnerschaft bilden durften: PAMIR SON- Projekt Arbeitsmarktintegration von Migrant/innen in der Region SON. Partner gingen von Bord, Partner kamen hinzu. Der Mittelzufluss von BMAS und ESF „vervierkommadreifachte“ sich. Im Ergebnis lag die Integrationsquote um den Faktor 3 über der vergleichbarer Maßnahmen, was zur Übernahme der PAMIR- Kernmodule in die Regelförderung regionaler Arbeitsverwaltungen und bis heute zu Vortragseinladungen auf europäische Konferenzen führt.

 

Zwischen 2002 und 2007 konnte so rd. 260mal in Arbeit und 100mal in Ausbildung vermittelt werden: 360 Bürgerinnen und Bürger mit Einwanderungshintergrund, zumeist zuvor im Bezug von Arbeitslosengeld II haben so eine neue Perspektive auf dem Arbeitsmarkt erhalten! Zwanzig Betriebe, z. T.  geführt von Unternehmerinnen und Unternehmern mit Einwanderungshintergrund, haben in diesem Zusammenhang erstmals ausgebildet.

 

Mit dem Projekt PUM.A B können wird das Netzwerk rund um die PRBS GMBH nun erstmals präventiv tätig. Nach dem 1. Durchgang, der zeitlich nur ein halber war, hat das Netzwerk bereits 12mal in Ausbildung vermittelt. Und in Gifhorn bildet sich mit Unterstützung des BTEU wieder eine Interessenvertretung von Unternehmerinnen und Unternehmern mit Migrationshintergrund- wie zuvor in Peine.

PUM.A B baut Brücken ...

Staatssekretär Klaus Brandner, Bundesministerium für Arbeit und Soziales, besuchte Ende August 2009 das PROJEKT UNVERSORGFTE MIGRANT/INNEN IN AUSBILDUNG IN DER REGION BRAUNSCHWEIG (PUM.A B) der projekt REGION BRAUNSCHWEIG GMBH. Gezeigt wurde an der Braunschweiger Hauptschule Heidberg eine Sozialübung aus der PUM.A B- Kompetenzfeststellung, deren Vorstufe bereits Grundlage beachtlicher Vermittlungserfolge in früheren Integrationsprojekten gewesen ist.

Es liegt schon Spannung in der Luft, ob die papiernen Brücken das Buch tragen, mit dem sie zur Probe belastet werden. Jugendliche mit Einwanderungshintergrund haben sie zuvor in interkulturell zusammengesetzten Teams gemeinsam konstruiert und gebaut, unterstützt von ihrer Lehrerin Frau Thier-Englisch und den Mitarbeiterinnen von Ausbildungswerkstatt Braunschweig e.V. und VHS Arbeit und Beruf GmbH, Frau Edler und Frau Giesa, die PUM.A B an der Hauptschule Heidberg durchführen. „Es sind auch Brücken in den Arbeitsmarkt“, so Katharina Edler. Nach dem 1. Durchgang, der zeitlich nur ein halber war, haben bereits zwölf Jugendliche mit Unterstützung des PUM.A B- Netzwerkes einen Ausbildungsplatz gefunden. Die Kompetenzfeststellung ist Bestandteil des ersten PUM.A B- Moduls, der Ausbildungsentwicklung. Neben der individuellen Bildungsberatung enthält das Modul auch Qualifizierungsteile, z.B. einen europaweit anerkannten EDV- Führerschein, die neu entwickelte MobilCard, ein spezielles Mobilitätstraining, sowie ausbildungsberufsbildbezogene Praktika. Um das umfangreiche Angebot wahrnehmen zu können, investieren die Schülerinnen und Schüler Ferien- und Freizeit.

Beraten werden aber auch interessierte Betriebe insbesondere solche, die sich der Herausforderung betrieblich auszubilden zum ersten Mal stellen wollen. Die Unterstützungsleistungen reichen hier von der Beratung in Detailfragen bis zur Organisation von Verbundausbildung. „Diese Dienstleistungen sind schon ein Argument, wenn wir unterwegs sind, um Unternehmer und Unternehmerinnen zu überzeugen, im Rahmen von PUM.A B Ausbildungsplätze anzubieten“, berichtet Ahmet Yilmaz, Vorstand im Bund Türkisch-Europäischer Unternehmer e.V. Gemeinsam mit zehn weiteren Unternehmensverantwortlichen und Freiberuflern aus Braunschweig und den Landkreisen Gifhorn und Peine nutzt der Braunschweiger Geschäftsmann die Gelegenheit, um sich näher über PUM.A B zu informieren sowie mit dem Staatssekretär und der Direktmandatinhaberin des Wahlkreises Braunschweig im Deutschen Bundestag, Dr. Carola Reimann, über die Förderung der Arbeitsmarktintegration von Migrantinnen und Migranten ins Gespräch zu kommen. Der Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Braunschweig, Harald Eitge, unterstreicht in diesem Zusammenhang die qualitative Bedeutung der Angebote vertiefter Berufsorientierung. Die Agentur für Arbeit Braunschweig ist Kofinanzier von PUM.A B.

Die erste Phase, die Ausbildungsentwicklung, geht über in die Integrationsphase, Jugendlicher und Betrieb müssen zueinander finden, der Berufsausbildungsvertrag muss geschlossen werden, der Kammereintrag erfolgen usw.; gegebenenfalls muss das Unternehmen vorher noch bei der Erlangung der Zuerkennung der persönlichen und fachlichen Eignung sowie der Betriebs- als (Verbund-) Ausbildungsstätte durch die zuständige Kammer unterstützt werden. Im  Anschluss folgt die dritte Phase, die Stabilisierungsphase. Hier werden u. a. Konflikte entschärft, die bei der Umsetzung des in den ersten beiden Modulen erworbenen Wissens durch Unternehmerin bzw. Unternehmer und auszubildendem Jugendlichen entstehen können sowie Förder- und Stützunterrichte angeboten. Das verhindert Ausbildungsabbrüche und sichert die Nachhaltigkeit des Ausbildungsplatzangebotes.

 

„Arbeit und Ausbildung sind nicht alles, kleine kulturelle und soziale Projekte sind auch wichtig. Aber ohne Ausbildung und Arbeit ist alles nichts!“ bringt Dirk Warnecke, Geschäftsführer der PRBS GMBH, den PUM.A B- Ansatz auf den Punkt.

 

Und an dem Tag hielten alle Brücken der Belastung stand!

 

Auftaktveranstaltung von PUM.A B

Die Berichterstattung über die Auftaktveranstaltung von PUM.A B im Gifhorner Schloss aus der Aller Zeitung vom 11.03.2009 steht Ihnen unter folgenden Link zum Download zur Verfügung:

Feb. 09 – Juni 09: Ausbildungsentwicklung I

Auswahl der Jugendlichen, Kompetenzfeststellung, individuelle Bildungsberatung sowie Coaching und Qualifizierung einschließlich Praktikum;  Akquise von Ausbildungsbetrieben, Beratung insbesondere in Ausbildungsfragen; Durchführung der Demokratie- und Toleranzseminare für Schüler/innen, Auszubildende und junge Arbeitnehmer/innen sowie von Workshops zur Interkulturalität (als Wettbewerbsvorteil) für Personalverantwortliche.

Juli 09 – 0kt. 09: Integration I

Jugendlicher und Betrieb finden zueinander, der Berufsausbildungsvertrag wird geschlossen, der Kammereintrag erfolgt usw.; gegebenenfalls muss der/ die Unternehmer/in noch bei der Erlangung der Zuerkennung der persönlichen und fachlichen Eignung sowie der Anerkennung der Betriebs- als (Verbund-) Ausbildungsstätte durch die zuständige Kammer unterstützt werden.

Sep. 09: Berufsinformationsbörse I

Einladung aller Schüler/innen mit Migrationshintergrund der Haupt- und Realschulen auf dem Gebiet der Gebietskörperschaften Braunschweig, Gifhorn und Peine zur BIB; Private Unternehmen, unabhängig davon, ob ihre Inhaber/innen einen Einwanderungshintergrund haben, und öffentliche Arbeitgeber machen sich bekannt; die Arbeitsagenturen informieren über ihr Beratungsangebot; beruflich erfolgreiche Migrant/innen präsentieren ihre Vita.

Okt. 09 – Jan. 10: Stabilisierung I

Nachbetreuen und Festigen des Ausbildungs- und Arbeitsverhältnisses, ggf. Stützunterricht; Erweitern der Betriebskontakte.

Okt. 09 – Juli 10: Ausbildungsentwicklung II

Kontaktaufnahme mit und Coaching von ausgewählten Schüler/innen; Beratungskontakte zu Betrieben hinsichtlich Bewerber/innenauswahl; Ausbildungsplatzentwicklung speziell bei zugewanderten Betriebsinhaber/innen; Durchführen der Demokratie-,  Toleranz- und Interkulturalitätsseminare; Dokumentation der Handlungskonzepte (Nachhaltigkeit).

Die projekt REGION BRAUNSCHWEIG GMBH arbeitet mit der Wolfsburg AG in gemeinsam definierten regionalen Schwerpunkten intensiv zusammen. Informationen zu unserem Kooperationspartner Wolfsburg AG finden Sie hier.


Umwelttechnik

Die stoffliche und energetische Verwertung von nachwachsenden Rohstoffen sowie das Einsparen von Energie/Energieeffizienz gehören zu den Wachstumsthemen der Zukunft. Im Projekt Umwelttechnik arbeitet die projekt REGION BRAUNSCHWEIG GMBH gemeinsam mit regionalen Partnern an der Entwicklung dieses Wachstumsfeldes mehr...

CARLECTRA GMBH

Die im Sommer 2007 aus dem Zentrum für Fahrzeugelektronik der projekt REGION BRAUNSCHWEIG GMBH heraus gegründete CARLECTRA GMBH stärkt das Wachstumsfeld Fahrzeugelektronik, um nachhaltige Arbeitsplatzeffekte in der Region zu erzielen. mehr...

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Niedersachsen ist einer der führenden Standorte der Mobilitätswirtschaft und -forschung. Mittels der Landesinitiative Telematik sollen die Potenziale der Telematik in Niedersachsen optimal entwickelt und eingesetzt werden. mehr...

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